Weihnachtsbräuche
Weihnachten das Fest der Traditionen und Bräuche

Wer kennt sie nicht, die Bräuche zu Weihachten, die das Fest der Liebe zu dem machen, was es ist. Sei es der einfache Adventskranz, leckere Weihnachtsplätzchen oder das Sternsingen. Manche von den zelebrierten Bräuchen sind schon sehr alt, andere sind neu hinzugekommen. Besonders für Familien gehören sie zu den Weihnachtstagen, um zu mehr Zusammenhalt durch gemeinsame Erinnerungen zu finden.

Der Christbaum, oft auch Weihnachtsbaum genannt, ist jahrhunderte lange Tradition in deutschen Stuben. Geschmückt mit Kerzen oder Lichterketten, schönen Glaskugeln oder Süßem bringt er wundervollen Glanz in die Zimmer vieler Menschen. In der Zeit zum Jahreswechsel bedeuteten diese immergrünen Bäume Leben, das man sich ins Haus holen konnte. Statt den heute gebräuchlichen Glaskugeln wurden früher Äpfel, Nüsse und Süßigkeiten daran gehängt. Der Schmuck wurde zusammen selbst gebastelt, so hatte die Familie einmal Gelegenheit, sich zusammen zu setzen und Gespräche zu führen.

Barbara von Nikomedien lebte Ende des 3. Jahrhunderts Nikomedia, heute Izmit. Sie hatte sich ganz dem Christentum verschieben und wolle sich für Gott ihre Jungfräulichkeit bewahren. Ihr Vater ließ sie darauf hin enthaupten. In der katholischen Kirche ist der 4. Dezember als Gedenktag eingeführt. Sie gilt als eine Märtyrerin, da sie sich für Gott und ihren Glauben geopfert hat. Der Überlieferung nach war Barbara eine schöne, kluge junge Frau, die viele junge Männer heiraten wollten. Doch einmal besuchte sie junge Christen, die sich in der Zeit der Christenverfolgung heimlich trafen.

Der Adventsstern ist auch unter dem Namen Weihnachtsstern bekannt. Er führte nach der Geburt Jesus die heiligen Drei Könige sowie die vielen Hirten und sonstigen Besucher zu dem Stall, in dem das Kind lag. Oft wird er dargestellt wie ein Komet, vorne ein Stern mit einem anhängenden Schweif. In der heutigen Zeit wird schon im Advent Haus und Hof weihnachtlich geschmückt, wobei der Stern einen besonderen Stellenwert hat. Adventssterne werden aus den verschiedensten Materialien wie Papier, Holz oder Stroh angefertigt. Viele alte Handarbeitstraditionen sind noch heute berühmt, beispielsweise der Herrnhuter Stern, der von innen noch beleuchtet wird.

Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe an das Weihnachtspostamt. Dies ist auch unter dem Namen Himmelspostamt oder Nikolauspostamt bekannt. Oft werden Wunschzettel für Christkind oder Weihnachtsmann verschickt, aber auch Zeichnungen, Wünsche nach Frieden, Geborgenheit oder einer intakten Familie. Kranke Familienangehörige sollen wieder gesund werden oder der Wunsch nach einer weißen Weihnacht wird dargestellt. Jedes Kind kann einen Brief schreiben oder ein Bild malen und in den Briefkasten werfen. Es genügt die Aufschrift "Himmelspostamt" oder ähnliches, damit der Brief auch ankommt.

Weihnachten ist die traditionellste Zeit, anderen Menschen Geschenke zu machen. Dies ist wohl darauf zurück zu führen, dass schon die heiligen drei Könige dem Christkind Geschenke brachten. Seither wird alljährlich zu Christi Geburt jedem ein kleines oder größeres Geschenk überreicht. Oftmals sind sie schön verpackt und mit einer dicken, großen Schleife verziert. Unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum liegend lassen sie die Kinderherzen höher schlagen. Geschenke müssen nicht immer gekauft werden. Auch viel selbstgebasteltes wechselt den Besitzer.

Traditionen und Bräuche

Der Nikolaus - Bischof Nikolaus von Myra
Am 6. Dezember wird in der katholischen Kirche das Fest des heiligen Nikolaus gefeiert. Zurückzuführen ist dieses Fest auf Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert als Bischof von Myra in der heutigen Türkei seinen Wirkungskreis hatte. Von Nikolaus von Myra sind viele Legenden bekannt, wie beispielsweise das Stratelatenwunder, bei dem er einen zum Tode verurteilten durch sein eingreifen vor dem...
Anklöpfeln - ein Brauch aus Tirol, Südtirol und Oberbayern
Das Anklöpfeln oder Anklöckeln ist ein alter Brauch, der heute vor allem in Tirol, Südtirol und Oberbayern verbreitet ist. Hierbei ziehen oft Kinder von Haus zu Haus, singen Lieder und bekommen dafür kleine Geschenke. Wie beim Anklöckeln traten aber auch Lehrjungen und arme Leute in Erscheinung. Teilweise traten die Klöpfler vermummt auf. Die einzelnen Zeremonien und Rituale sind regional se...

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