Weihnachtsbräuche
Weihnachten das Fest der Traditionen und Bräuche

Wer kennt sie nicht, die Bräuche zu Weihachten, die das Fest der Liebe zu dem machen, was es ist. Sei es der einfache Adventskranz, leckere Weihnachtsplätzchen oder das Sternsingen. Manche von den zelebrierten Bräuchen sind schon sehr alt, andere sind neu hinzugekommen. Besonders für Familien gehören sie zu den Weihnachtstagen, um zu mehr Zusammenhalt durch gemeinsame Erinnerungen zu finden.

Alljährlich findet in einigen Teilen Bayerns und Baden-Württembergs der Brauch des Christbaumlobens statt. Zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar wird zu Freunden und Bekannten gegangen, um deren Christbäume zu bewundern und ausgiebig zu loben. Oft sind es auch schon ganze Vereine, die sich zusammentun und jedem Mitglied untereinander einen Besuch abstatten. Da ein gelobter Christbaum meist mit einem Schnäppschen vom Hausherrn belohnt wird, endet dies in der Regel feucht-fröhlich. Wichtig ist vor allem, dass der Baum von allen Seiten begutachtet wird und verschiedene Aspekte, ob positiv oder negativ, hervorgehoben werden.

Schon zu früheren Zeiten der Ägypter, Römer, Indianern oder Azteken bildet das Räuchern einen wichtigen Bestandteil der Kultur. Bei uns ist dieser Brauch auf die Kelten zurück zu führen, die in den sogenannten "Rauchnächten", den Nächten zwischen Weihnachten und Drei König, ihre Häuser und Ställe ausgeräuchert haben. Heute heißen diese Tage Raunächte, das ch ist irgendwann einfach weggelassen worden. Das Ausräuchern an Silvester dient der Reinigung und Krankheitsbekämpfung oder auch -vorbeugung. Schon immer wollte man gereinigt ins neue Jahr starten, das alte hinter sich lassen. Negative Energien wie Ängste und schlechte Erfahrungen sollten mit dem Rauch aus dem Haus gejagt werden.

Mit dem Abendmahl wird seit den frühen christlichen Anfängen an das letzte Mahl von Jesus und seinen Jüngern gedacht. Am Abend vor seiner Festnahme teile Jesus Brot und Wein mit seinen Jüngern, was auch heute noch in den Gottesdiensten symbolisch nachgeahmt wird. Oft wird die Bezeichnung Eucharistiefeier oder heilige Kommunion dafür verwendet. Während die Eucharistie in der katholischen Kirche ein fester Bestandteil jedes Gottesdienstes ist, wird dies in der evangelischen Kirche wenigstens einmal im Monat durchgeführt. Während es in der Antike keine Probleme gab, Leib und Blut mit Brot und Wein gleichzusetzen, wird heutzutage diese Beziehung stark in Frage gestellt.

Dalarna ist eine Landschaft im mittleren Schweden und gilt als das traditionelle Herz des Landes. In keiner anderen Region werden die typischen Bräuche des schwedischen Volkes so gelebt wie hier. Dabei ist es für die Schweden selbstverständlich, dass der Weihnachtsmann in Dalarna wohnt. Im Zentrum der Feierlichkeiten steht der "Julganen" - der Weihnachtsbaum. Oft ziehen Vater und Sohn einige Tage vor dem Fest gemeinsam los, um ihn eigenhändig zu fällen. Am 23. Dezember wird er mit Lametta und kleinen Anhängern geschmückt und mit einem Stern an der Spitze gekrönt.

Für die Kinder katholischer Familien ist die Weihnachtszeit ohne das Christkind unvorstellbar. Die Figur des Christkinds gleicht in ihrer Funktion der des Weihnachtsmanns, mit dessen Vorstellung Kinder atheistischer Familien aufwachsen: Beiden wird zugeschrieben, die Weihnachtsgeschenke zu bringen. Es gehört zur Erzählung rund um das Christkind, dass dieses nicht gesehen wird, wenn es die Geschenke bringt. In der bildlichen Darstellung wird es zumeist in der Gestalt eines Kindes wiedergegeben, das geflügelt ist, blonde Locken trägt und von einem Heiligenschein illuminiert ist.

Traditionen und Bräuche

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