Weihnachtsbräuche
Weihnachten das Fest der Traditionen und Bräuche

Wer kennt sie nicht, die Bräuche zu Weihachten, die das Fest der Liebe zu dem machen, was es ist. Sei es der einfache Adventskranz, leckere Weihnachtsplätzchen oder das Sternsingen. Manche von den zelebrierten Bräuchen sind schon sehr alt, andere sind neu hinzugekommen. Besonders für Familien gehören sie zu den Weihnachtstagen, um zu mehr Zusammenhalt durch gemeinsame Erinnerungen zu finden.

Im Berchtesgadener Land ist es um den 5. und 6. Dezember Brauch, einen Buttnmandl-Lauf durchzuführen. Ursprünglich wurde der Lauf in den Rauhnächten durchgeführt, durch die Christianisierung wurde der auf den Nikolaustag verlegt. Seitdem begleiten die Buttnmandl den Nikolaus, dem sein Nikolausweibl nicht von der Seite weicht, auf seinem Weg. Buttnmandl sind Männer, die in langes Stroh eingebunden werden. Anschließend werden große Glocken an den Rücken gehängt. Viele tragen Larven (Holzmasken), oder sie schminken sich das Gesicht ganz schwarz. Zuerst wird sich zum Gebet versammelt, dann laufen die Buttnmandl los, um sich ihre Opfer zu suchen.

Silvester ist ein klassischer Tag, um sich die Zeit bis zum Jahreswechsel mit Bleigießen zu vertreiben. In einem Löffel werden über einer Kerze kleine Bleistückchen geschmolzen und anschließend in eine Schüssel mit kaltem Wasser gegossen. Das Ergebnis ist eine teils sehr lustige Bleiform, die ein Orakel für das nächste Jahr darstellt. Viel Spaß macht es, gemeinsam erst einmal herauszufinden, was diese Form darstellen soll. In den meisten Bleigieß-Sets sind kleine Anleitungen beigelegt, in denen geschrieben steht, was die einzelnen Figuren zu bedeuten haben. Beispielsweise ein Herz für die große Liebe oder eine Blume für eine neue Freundschaft. Heutzutage wird statt dem Blei, das sich auch in diesen kleinen Mengen im Körper anreichern kann, eher Zinn verwendet.

Betlehem ist eine Stadt im Westjordanland, in der sich ein bedeutender Teil der biblischen Geschichte zugetragen hat. Die Bedeutung des Namens ist ungeklärt, doch geht man oft davon aus, dass er übersetzt "Brothaus" heißt. Die Heimatstadt von König David grenzt im Norden an Jerusalem. An der Straße nach Hebron liegend, gehörte Betlehem von 1948-1967 zu Jordanien und wurde dann bis 1995 von den Israelis besetzt. Heute gehört sie zu den palästinensischen Autonomiegebieten. Für die Christen der Welt ist Betlehem von besonderer Bedeutung, weil es der Überlieferung nach der Geburtsort von Jesus Christus ist. Hier steht die im Jahre 330 von Kaiser Konstantin errichtete griechisch-orthodoxe Geburtskirche - eine der ältesten noch erhaltenen christlichen Kirchenbauten.

Die Bescherung ist sicherlich einer der am weitesten verbreiteten christlichen Bräuche in Deutschland. Denn abgesehen von Christen verbinden auch Atheisten hierzulande das Weihnachtsfest unweigerlich mit der Bescherung. Welches Ausmaß die Bescherung als Symbol des westlichen Konsums angenommen hat, zeigt nicht nur die Erfindung des Weihnachtsmanns. Dabei verweist das Brauchtum der Bescherung eigentlich auf einen Reichtum ganz anderer Art: Das Beschenken der Familienmitglieder im Rahmen des Weihnachtsfestes erinnert an die Geschenke, die dem neugeborenen Jesuskind gemacht wurden. Mit diesen Geschenken bestätigten die heiligen drei Könige, dass Jesus gottgesandt war.

Weihnachten hatten die Kinder in einigen Berchtesgadener Dörfern eine große Aufgabe. Nach der Christmette gingen sie zu den Obstbäumen und schüttelten sie. Dies sollte die Natur langsam wieder aufwecken und eine gute Ernte sichern. Obst war zu jenen Zeiten ein wertvolles Gut, quasi ein Essen für umsonst, das auf dem eigenen Hof wuchs. Obst zu kaufen konnten sich zu diesen Zeiten nur wenige leisten. Heutzutage wird das Bäume schütteln kaum noch praktiziert, allerdings ist auch die Obsternte nicht mehr so ertragreich. Waren die Bäume früher voll von Obst, wird es heute immer weniger.

Traditionen und Bräuche

Knecht Ruprecht - der Gehilfe des heiligen Nikolaus
"Von drauß` vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr" - mit diesen Worten kündigt sich in einem Gedicht Theodor Storms der sowohl geliebte als auch gefürchtete Knecht Ruprecht an. Er ist der Gehilfe des heiligen Nikolaus, mit welchem er nach alter Sitte im mittleren und nördlichen deutschen Sprachraum am Vorabend des 6. Dezember die Kinder zu Hause besucht. Meist hat er...
17. Dezember - Christkindl Einläuten am Lazarus-Tag
Jährlich am 17. Dezember, dem Lazarus-Tag, ist es Brauch, das Christkindl einzuläuten. Nachmittags ab 15 Uhr beginnen die Glocken der Kirchen zu läuten, was dem Feierabend-Einläuten nachempfunden ist. Jetzt ist es an der Zeit, sich zu besinnen und Verwandte, Kranke und arme Leute zu besuchen. Dieser Brauch basiert auf der Geschichte des armen Lazarus aus dem Lukasevangelium. Lazarus, ein armer...

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