Jährlich am 17. Dezember, dem Lazarus-Tag, ist es Brauch, das Christkindl einzuläuten. Nachmittags ab 15 Uhr beginnen die Glocken der Kirchen zu läuten, was dem Feierabend-Einläuten nachempfunden ist. Jetzt ist es an der Zeit, sich zu besinnen und Verwandte, Kranke und arme Leute zu besuchen. Dieser Brauch basiert auf der Geschichte des armen Lazarus aus dem Lukasevangelium. Lazarus, ein armer und kranker Mann, lag vor den Toren eines sehr reichen Mannes und wollte die Brotstücke zu essen, die von dem Tisch des reichen Mannes abfielen. "Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren", (Lk 16,21) steht es im Evangelium.

Lazarus stirbt und kommt in Abrahams Schoß. Schließlich stirbt auch der reiche Mann und landet in der Unterwelt, wo er viele Schmerzen zu erleiden hat. Abraham klärt den reichen Mann auf: "Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden." (Lk 16,25). Man besucht die Kranken und auch die Verwandtschaft, die man lange nicht gesehen hat, um zu zeigen, wir denken an dich, wir sind für dich da. In früheren Zeiten war man jeden Tag von früh bis spät beschäftigt, um für sich und die Tiere zu sorgen. Da blieb oft nicht viel Zeit, um Verwandtschaft und Kranke zu besuchen. Diese Zeit nahm man sich nun am Lazarustag, wo auch gleichzeitig die ruhige und besinnliche Woche vor Weihnachten eingeläutet wurde. Schließlich sollte man sich schon zu Lebzeiten um andere kümmern, wie Abraham dem reichen Mann verkündete.

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