Silvester ist ein klassischer Tag, um sich die Zeit bis zum Jahreswechsel mit Bleigießen zu vertreiben. In einem Löffel werden über einer Kerze kleine Bleistückchen geschmolzen und anschließend in eine Schüssel mit kaltem Wasser gegossen. Das Ergebnis ist eine teils sehr lustige Bleiform, die ein Orakel für das nächste Jahr darstellt. Viel Spaß macht es, gemeinsam erst einmal herauszufinden, was diese Form darstellen soll. In den meisten Bleigieß-Sets sind kleine Anleitungen beigelegt, in denen geschrieben steht, was die einzelnen Figuren zu bedeuten haben. Beispielsweise ein Herz für die große Liebe oder eine Blume für eine neue Freundschaft. Heutzutage wird statt dem Blei, das sich auch in diesen kleinen Mengen im Körper anreichern kann, eher Zinn verwendet.

Blei ist hoch giftig, kann auch über die Haut aufgenommen werden. Zinn dagegen ist ungiftig und funktioniert genau so. Gerade Kinder haben viel Spaß dabei, einmal über einer Flamme etwas schmelzen zu lassen und dann ins Wasser zu kippen. Über die verschiedenen Orakelsprüche entspinnt sich eine genau so lustige Debatte wie über die Form, die orakelt werden soll. Wem dies alles noch zu gefährlich ist, kann auch Kerzenwachs nehmen, da dies beim erhitzen nicht so spritzt. In der Zeit des Jahreswechsels war schon immer Hochkonjunktur für verschiedene Weissagungen. Viele Bräuche wie der Christbaum oder das Ausräuchern werden in den sogenannten Rauhnächten zwischen Weihnachten und Neujahr praktiziert. Die Arbeit auf dem Hof wurde weniger, jetzt hatte man ein bisschen Zeit miteinander. Jetzt wurde alles dafür getan, für das nächste Jahr um reiche Ernte und Gesundheit zu bitten. Schließlich ging es immer um das überleben. Viele Bräuche haben sich bis heute gehalten.

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