Im Berchtesgadener Land ist es um den 5. und 6. Dezember Brauch, einen Buttnmandl-Lauf durchzuführen. Ursprünglich wurde der Lauf in den Rauhnächten durchgeführt, durch die Christianisierung wurde der auf den Nikolaustag verlegt. Seitdem begleiten die Buttnmandl den Nikolaus, dem sein Nikolausweibl nicht von der Seite weicht, auf seinem Weg. Buttnmandl sind Männer, die in langes Stroh eingebunden werden. Anschließend werden große Glocken an den Rücken gehängt. Viele tragen Larven (Holzmasken), oder sie schminken sich das Gesicht ganz schwarz. Zuerst wird sich zum Gebet versammelt, dann laufen die Buttnmandl los, um sich ihre Opfer zu suchen.

Im Zaum gehalten werden sie von den Kramperln, in Fell gekleideten Männern, die die Horde begleiten. Vorsicht ist geboten, wer ihnen begegnet, kann schon mal eins mit der Rute bekommen. So gehen die Buttnmandl mit dem Nikolaus von Haus zu Haus, wo sie schon erwartet werden. Vor dem Betreten werden sie vom Hausherrn mit Weihwasser gesegnet und es wird ein kurzes Gebet gesprochen. Auch die Kinder beten mit ihnen oder singen Lieder vor, schließlich hat der Nikolaus die Aufgabe, Lob und Tadel vorzubringen. Dann gibt es kleine Geschenke wie Äpfel, Nüsse, Kletzenbrot oder Süßigkeiten. Ganz beliebt ist es auch, die jungen Mädchen aus der Stube zu zerren und in den Schnee zu werden. Diese müssen sowieso aufpassen, da sie ein beliebtes Opfer der Buttnmandl sind. Schnell wird einmal das Gesicht geschwärzt oder mit der Rute eines über die Waden gezogen. So ziehen sie weiter in das nächste Haus, wo das Spiel von vorne losgeht.

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