Alljährlich findet in einigen Teilen Bayerns und Baden-Württembergs der Brauch des Christbaumlobens statt. Zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar wird zu Freunden und Bekannten gegangen, um deren Christbäume zu bewundern und ausgiebig zu loben. Oft sind es auch schon ganze Vereine, die sich zusammentun und jedem Mitglied untereinander einen Besuch abstatten. Da ein gelobter Christbaum meist mit einem Schnäppschen vom Hausherrn belohnt wird, endet dies in der Regel feucht-fröhlich. Wichtig ist vor allem, dass der Baum von allen Seiten begutachtet wird und verschiedene Aspekte, ob positiv oder negativ, hervorgehoben werden.

Also einfach nur ins Haus gehen, den Baum anschauen, einen Schnaps trinken und wieder gehen ist nicht vorgesehen. Der Baum soll in witziger Weise gelobt oder verhöhnt werden. Ein krummer Baum kann sich hervorragend dem Mobiliar anpassen, ein besonders schöner Baum gleicht natürlich der Hausherrin. Schließlich soll es viel zu lachen geben. Jeder Teilnehmer darf sich zu der Schönheit des Baums äußern und wird mit Hochprozentigem und Plätzen und Stollen belohnt. Oft wird daraus ein Wettbewerb, bei dem der allerschönste Baum gewinnt. Kriterien wie Größe, Wuchs, Nadelfestigkeit, Symmetrie und die Kreativität beim Schmuck werden bewertet und auf einer Tabelle festgehalten. Der Sieger bekommt einen Preis, bei dem vorher alle zusammengelegt haben. Festgelegte Regeln gibt es nicht, jede Gruppe kann ihre eigenen festsetzen. So wird das Christbaumloben immer etwas anders ausgeführt. Beispielsweise können Punkte für verschiedene Kriterien vergeben werden oder auch der hässlichste Baum einen Preis bekommen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

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