Der Christbaum oder Weihnachtsbaum wurde nach den neuesten Forschungen schon im Mittelalter in unseren Gebieten aufgestellt. Jedes Jahr am 24. Dezember gab es sogenannte Paradiesspiele, die auf die Geschichte von Adam und Eva mit dem Paradiesbaum zurückzuführen sind. Der Paradiesbaum wurde mit Äpfeln geschmückt, später auch mit Süßigkeiten und Nüssen. Im Laufe der Zeit kamen Blüten aus Papier hinzu. Im Elsass wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein der Christbaum noch mit Adam und Eva geschmückt, die Schlage durfte auch nicht fehlen. Dort war der 24. Dezember der Gedenktag für Adam und Eva.

Der Christbaumschmuck wurde jedes Jahr neu in der Familie angefertigt, dafür wurden viele Bastelanleitungen gedruckt und oft auch mündlich von den älteren Familienmitgliedern weiter gegeben. Was gab es schöneres als in der dunklen Jahreszeit die Vorfreude auf Weihnachten zu schüren, indem alle gemeinsam Schmuck für den Baum herstellten. Da wurde miteinander gebacken, natürlich auch genascht, Äpfel aufgebunden, Nüsse gesammelt und mit einer Schnur zum aufhängen versehen. Auch Kerzen gehörten schon immer zum Schmuck. Im Laufe der Zeit wurden die Äpfel und Nüsse teilweise vergoldet oder versilbert. Bunte Bonbons wurden dazu gehängt und durch das Licht der Kerzen funkelte der Baum wunderschön. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde der heute noch übliche Glasschmuck hergestellt, vorgefertigtes Lametta in den Läden angeboten. Der Glasschmuck wird auch heute teilweise noch traditionell angefertigt und liebevoll von Hand bemalt. Sammler freuen sich jedes Jahr wieder, ein kunstvolles Exemplar für ihren Baum zu kaufen.

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