Einkehrbräuche gibt es viele verschiedene. Ob das Martinssingen, die Kürbisnacht oder der Nikolaus, es gibt die verschiedensten Formen. Wahrscheinlich sind diese auf die Herbergssuche zurückzuführen, bei der Maria und Josef an Türen klopften und um eine Herberge baten. Gesangsgruppen, Kinder oder eben der Nikolaus mit seinen Begleitern gehen von Haus zu Haus, klopfen an und begeben sich in die Stuben. Sie singen ein Lied oder bitten um Süßes. Es geht einfach darum, zu jemandem zu gehen und in der Stube bewirtet zu werden. Bei jemandem einzukehren. Verwandtenbesuche zur Weihnachtszeit, beispielsweise am Lazarustag, gehören auch dazu.

Etwas geben und etwas nehmen, also auch andere Einkehrer bewirten. Es muss ja nicht viel sein, ein paar Plätzchen, etwas Glühwein in der Weihnachtszeit. Einfach mit anderen zusammen sitzen, Gesellschaft haben. Gerade in der heutigen Zeit sollte man sich auf diese Einkehrbräuche wieder besinnen. In diesen schnelllebigen, arbeitsreichen Tagen wieder auf die Familie besinnen, miteinander sprechen, Probleme besprechen, würde so manchem sichtlich gut tun. Vielleicht sollte man sich wieder mehr auf die alten Einkehrbräuche besinnen. Diese Einkehrbräuche waren in früheren Zeiten schon dazu gedacht, die Familie zu pflegen, aber auch heute wäre es nicht schlecht, wenn die Tradition wieder mehr aufleben würde. Andere Einkehrbräuche sind dazu gedacht, das Böse aus den Häusern zu vertreiben. Gerade zum Jahreswechsel in den Rauhnächten sind viele dunkle Gestalten unterwegs, die beim Hausherrn um Einlass bitten. Das Haus und auch der Stall werden gesegnet und das Böse oftmals mit viel Lärm vertrieben. So kann das neue Jahr wieder beginnen.

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