Der Hirte ist eine Symbolfigur des Weihnachtsfestes, die besonders seit dem späten Mittelalter Einzug in die Krippendarstellungen erhalten hat. Vielen ist er aus der Auftaktszene der Krippenspiele bekannt, wo ein Engel den Hirten die Geburt Christi verkündet. Auch wenn die Handlung sehr vieldeutig bleibt, ist es etwas ganz besonderes, dass der Engel die frohe Botschaft als erstes den sozial schwachen und oft verachteten Hirten überbringt, die von anderen häufig ausgegrenzt werden.

Als Bote Gottes erscheint er ihnen auf einem Feld nahe der Stadt Betlehem und verkündet die wundersame Botschaft: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen." Daraufhin beeilen sich die Hirten und finden den kleinen Jesus mit seinen Eltern Maria und Josef in einem Stall. Bald begriffen die Hirten, dass sie einer göttlichen Botschaft gefolgt waren. Nachdem sie das Christuskind gesehen hatten, berichteten sie aufgeregt von dem Erlebnis mit dem Engel und einem himmlischen Heer, das Gott lobte. Dann kehrten sie wieder zur Herde zurück und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten. Sie verbreiteten die frohe Botschaft weiter und verkündeten, dass der Retter der Welt geboren sei. In Anerkennung und in Anlehnung an das Alte Testament wurde der Hirte spätestens seit dem 8. Jahrhundert mit Gott und seiner Funktion als Hüter und Beschützer der Menschheit verbunden.

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