Das Rentier ist ein sehr geselliges Tier und lebt in riesigen Herden in den Tundren und Wäldern Skandinaviens, Nordamerikas, im eurasischen Gebiet, auf Grönland und anderen arktischen Inseln. Es ist die einzige Hirschart, die domestiziert wurde, weswegen es heute nur noch recht wenige wirklich wilde Rentiere gibt. Doch auch die domestizierten Herden ziehen meist frei umher. In Fjell-Gegenden, in Hochgebirgen und Hochflächen oberhalb der Waldgrenze begnügen sie sich mit Gräsern, Flechten, Pilzen, Laub und Rinde als Nahrung. Auf der Suche nach Futter auf Sommer- und Winterweiden legen sie manchmal sogar mehrere Tausend Kilometer zurück. Als gute Schwimmer durchqueren sie dabei sogar Flüsse und Meeresarme.

Insbesondere mit dem skandinavischen und amerikanischen Weihnachtsbrauchtum ist das Ren auf das engste verbunden und treuer Gefährte des Weihnachtsmannes. In der Nacht der Bescherung ziehen bis zu zwölf Rentiere seinen mit Geschenken beladenen Schlitten durch die Lüfte, um den Kindern auf der ganzen Welt eine Freude zu machen. Zur Geschenkübergabe landen sie mit ihrem Gefährt auf den Dächern, und während sich der Weihnachtsmann durch den Kamin zwängt, um seine Gaben zu verteilen, warten die Rentiere treu auf dem Dach. Kaum jemand hat noch nie etwas von Rudolph, dem rotnasigen Rentier, gehört - der Rentier-Kultfigur, die in dem bekannten Weihnachtslied von Gene Autry von 1949 besungen wird und die 1998 eine tragende Rolle in einem Zeichentrickfilm spielte. Wer einmal ein Rentier in Natur sehen möchte, muss nach Schweden oder in das nördliche Finnland fahren - denn dort sind die Rentiere so zahm, dass sie häufig auf den Landstraßen anzutreffen sind.

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