„Steht die Reiseroute fest?“, fragte der Weihnachtsmann. Mit Stolz betrachtete er den prächtigen Schlitten, dessen Ladefläche vor Geschenken überquoll. Gleich sechs Rentiere hatte sein umsichtiger Helfer Ruphus diesmal davor angespannt.
„Alles einprogrammiert, Chef“, bestätigte Ruphus.
„Keine Geschenke vergessen?“
„Alle Wünsche wurden berücksichtigt“, beeilte sich Zwolgo zu versichern, der unter einem Stapel von Listen zu versinken drohte.
„Gut, gut“, freute sich der Weihnachtsmann. Voller Vorfreude kletterte er auf den Schlitten hinauf, wo ihn Ruphus bereits erwartete. Ein Blick über den Platz bestätigte ihm, daß die Abfahrt wie jedes Jahr von keinem der Bewohner des Weihnachtsdorfes versäumt wurde. Von überall winkten ihm Elfen und Zwerge zu. Kleine Fahnen wurden geschwenkt, und ein stimmungsvolles Nordlichtspektakel sorgte im Hintergrund für den angemessenen Rahmen.
„Also dann los“, sagte der Weihnachtsmann, worauf Ruphus den Befehl weitergab und der Schlitten sich auf einer Wolke von Sternenstaub unter dem Jubel der Zurückbleibenden in den Himmel hob. „Wir müssen übrigens noch einen kleinen Umweg einplanen“, wandte sich der Weihnachtsmann an Ruphus, dem Schlimmes schwante. Wenn der Weihnachtsmann so anfing, stand ihnen in der Regel ein haarsträubendes Abenteuer bevor. „Ein junger Gitarrenspieler in Hamburg braucht meine Hilfe. Es ist wirklich nur ein klitzekleiner Umweg…“

Vingo und Zwolgo blickten in selten stummer Eintracht dem kleiner werdenden Schlitten hinterher. Doch dann stutzten sie plötzlich. Normalerweise wurde das Entschwinden des Weihnachtsmanns in den nächtlichen Polarhimmel mit einem klassischen Weihnachtslied verabschiedet, das der Weihnachtsmann jedes Jahr neu aussuchte. Aber das, was nun plötzlich wie von Zauberhand erklang, hatten sie noch nie gehört.

„Driving home for Christmas….
With a thousand memories….“

Ende

von Klaus-Peter Behrens

Fröhliche Weihnachten, und wenn Euch im Weihnachtstrubel der Kaufhäuser ein gestreßter Weihnachtsmann begegnet, habt Mitleid mit ihm. Man kann nie wissen, wer sich hinter der Maske verbirgt.

Euer
Klaus-Peter Behrens

Falls Euch diese Geschichte gefallen hat, schaut doch mal bei meinen anderen Weihnachtsgeschichten “Eine nicht ganz so stille Nacht” und ” Die zweite Chance”· hinein. Über Eure Meinung würde ich mich freuen.


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