Angehörige des christlichen Glaubens feiern auf der ganzen Welt ihr höchstes christliches Fest: Weihnachten. Es wird damit die Geburt Jesus Christus gefeiert. Er wurde in Bethlehem in Palästina vor über 2000 Jahren geboren und ist der Sohn Gottes. Irgendwann im römischen Reich wurde im vierten Jahrhundert wohl die Geburt von Jesus Christus auf den 25. Dezember festgelegt.

Weihnachten in verschiedenen Kalendern

Der 25.12. ist allerdings kein verbindliches Datum für alle Christen. Im Julianischen Kalender, der in der orthodoxen Kirche in Osteuropa sowie in Teilen von Afrika und Asien gültig ist, wird Weihnachten meist erst einige Tage später gefeiert, als bei evangelischen oder römisch-katholischen Christen. Für letztere hat der Gregorianische Kalender Gültigkeit, bei dem Heiligabend am 24.12, Weihnachtstag am 25.12. und Stephanstag am 26.12. festgelegt ist. Letztlich ist das Datum um ein paar Tage hin oder her nicht entscheidend, sondern der Glaube an das Fest der Liebe.

Christliche Feste

Weihnachten ist eins der höchsten, christlichen Feste, daneben kommen Ostern und Pfingsten, wobei Weihnachten für Christen die höchste Wichtigkeit darstellt. Das ist für alle Kirchen gleich gültig, egal wo auf der Welt. Das Fest der Liebe ist verbunden mit Geschenken und Zeit für die Familie, um mit ihr gemeinsam das Fest zu feiern. Das Singen von Weihnachtsliedern gehört in der christlichen Kirche in Europa schon lange zur Tradition. Die ersten Weihnachtslieder wurden bereits im frühen Mittelalter geschrieben und komponiert. Seit dieser Zeit gehören sie fest zu Weihnachten. Da die offizielle Sprache in den Kirchen Latein war zu der Zeit, wurden auch die Weihnachtslieder zunächst auf Lateinisch gesungen.

Weihnachtslieder im Wandel

Weihnachtslieder wurden in Messen bereits im vierzehnten Jahrhundert nach Christus gesungen, sowohl in Kirchen als auch in Klöstern. Volkstümlich wurde das Weihnachtslied mit Martin Luther. Dass Weihnachtslieder ebenfalls in jedem Zuhause gesungen werden, ist seit dem achtzehnten Jahrhundert Brauch. "O Du fröhliche" wurde vom Danziger Theologen Johannes Daniel Falk geschrieben. Allerdings schrieb er das Lied nicht ausschließlich als Weihnachtslied, sondern auch, damit es in der ursprünglichen Fassung zu Ostern und Pfingsten gesungen werden konnte. Kirchenlied-Dichter Heinrich Holzschuher komponierte es später zum Weihnachtslied um.

"Vom Himmel hoch, da komm ich her"

Was kaum jemand weiß, ist, dass "Vom Himmel hoch, da komm ich her“ Martin Luther selbst geschrieben hat. Der österreichische Lehrer und Organist Franz Xaver Gruber ist der Verfasser von "Stille Nacht, heilige Nacht". Das Lied gibt es heute in vielen Sprachen und Christen weltweit singen es in der Weihnachtszeit. "Morgen kommt der Weihnachtsmann" von Hoffmann von Fallersleben darf natürlich auch nicht fehlen. Die Melodie zu dem wunderbaren Weihnachtslied stammt von Mozart. Viele weitere Weihnachtslieder, die jeder aus seiner Kindheit kennt, machen Weihnachten erst perfekt und gehören zur Weihnachtszeit wie Lebkuchen und der Weihnachtsbaum. Mittlerweile hat es sich aber auch durchgesetzt, dass immer mehr Popmusiker Lieder zu Weihnachten beisteuern, die täglich zuhauf im Radio zu hören sind. In vielen Familien wird allerdings die Tradition hochgehalten am Heiligen Abend noch selbst vor dem Baum die klassischen Weihnachtslieder zu singen. Oft tragen auch die Kinder die Lieder vor.

Traditionelle Weihnachtslieder

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du trägst ein’ grünen Zweig,
den Winter, den Sommer,
das dau’rt die liebe Zeit

Warum sollt’ ich nicht grünen,
da ich noch grünen kann?
Ich hab’ nicht Vater noch Mutter
die mich versorgen kann.

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben.
Trommel, Pfeife und Gewehr,
Fahn und Säbel und noch mehr,
Ja ein ganzes Kriegesheer,
Möcht’ ich gerne haben.

Bring’ uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring’ auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,

Morgen, Kinder, wirds was geben!
Morgen werden wir uns freun!
Welche Wonne, welches Leben
Wird in unserm Hause seyn;
Einmal werden wir noch wach,
Heysa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
Von der großen Lichterzahl!
Schöner, als bey frohen Tänzen
Ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch, wie vor’ges Jahr
Es am heil’gen Abend war

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

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